Verbundgruppen des Elektrofachhandels
Strategische Kooperation für das Recht auf Reparatur

(v.l.) Brendan Lenane, Vorstand, Euronics; Thilo Dröge, Vorstand, Wertgarantie; Benedict Kober, Sprecher des Vorstands, Euronics; Patrick Döring, Vorstandsvorsitzender, Wertgarantie; Dr. Stefan Müller, Vorstandsvorsitzender, Expert SE; Matthias Assmann, Vorstand, Electronic Partner und Christoph Komor, Vorstand, Expert SE. Foto: Kerstin Vihman

Hannover. Die Verbundgruppen des Elektrofachhandels Electronic Partner, Euronics und Expert sowie der Spezialversicherer Wertgarantie haben hinsichtlich der Umsetzung der EU-Richtlinie zum Recht auf Reparatur (RaR) eine Kooperation gestartet. Mit einem gemeinsamen Positionspapier wollen die Unternehmen eine Basis schaffen, die den Austausch und die strategische Zusammenarbeit im Handlungsfeld „Recht auf Reparatur“ fördert. Die EU-Richtlinie muss bis zum 31. Juli umgesetzt werden. 

Patrick Döring, Vorstandsvorsitzender bei Wertgarantie, sagt: „Mit dieser Zusammenarbeit bieten wir den angeschlossenen Handels- und Servicebetrieben Unterstützung und die Möglichkeit, sich aktiv an der Gestaltung und praxisorientierten Umsetzung des Rechts auf Reparatur zu beteiligen. Der offene Ansatz ermöglicht es, Know-how zu bündeln, vorhandene Servicelösungen einzubringen und gemeinsam nachhaltige und innovative Lösungen zu entwickeln.“

Auf die Gründe für den Zusammenschluss angesprochen, erklärt Matthias Assmann, Vorstand der Electronic Partner Handel SE: „Die Herausforderungen der neuen gesetzlichen Vorgaben sind vielfältig. Nur gemeinsam können wir Ressourcen effizient nutzen, den Fachhandel sowie Servicebetriebe gezielt bei der Umsetzung unterstützen und bundesweit den nachhaltigen Gerätegebrauch für Konsumenten fördern.“

Ein weiteres Ziel der Zusammenarbeit wird von Brendan Lenane, Vorstand bei Euronics Deutschland eG, betont: „Wir verfolgen das klare Ziel, die lokalen Wertschöpfungsketten zu stärken, Ressourcen zu schonen und den Klimaschutz sowie die Kreislaufwirtschaft voranzubringen. Gleichzeitig wollen wir als verlässliche Ansprechpartner für Konsumenten rund um das Thema Recht auf Reparatur wahrgenommen werden.“

Der Kern des Positionspapiers wird von Christoph Komor, Einzelhandelsvorstand der Expert SE, wie folgt zusammengefasst: „Das Recht auf Reparatur ist ein strategisches Querschnittsthema, das Umwelt-, Wirtschafts-, Verbraucher-, Digital- und Sozialpolitik gleichermaßen berührt. Für den Elektrofachhandel geht es dabei nicht nur um regulatorische Vorgaben, sondern um die Frage, wie Reparatur dauerhaft wirtschaftlich tragfähig und organisatorisch verlässlich umgesetzt werden kann. Mit dem Positionspapier schaffen wir eine gemeinsame Grundlage, um klare, praktikable Rahmenbedingungen zu definieren, die Interessen des Fachhandels gebündelt zu vertreten und unsere Standorte als kompetente Reparaturanlaufstellen nachhaltig zu stärken.“

Als weitere konkrete Maßnahmen der strategischen Zusammenarbeit wurden unter anderem folgende Punkte vereinbart: Die Verbundgruppen streben eine Vereinbarung mit den Industriepartnern an, um bei Reparaturen innerhalb der ersten 24 Monate einen verlängerten Gewährleistungszeitraum zu ermöglichen. Zudem werde eine strukturierte Datenpflege sowie ein gezielter Datenaustausch im Bereich der Serviceleistungen der kooperierenden Fachhandelspartner umgesetzt. Der Auf- und Ausbau von Schulungsmaßnahmen und Informationskampagnen für die Mitarbeiter im Fachhandel sowie die Verbraucher stehe ebenfalls im Fokus.


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