VHK-Sommerfest in Herford
„NRW ist Möbelstandort Nummer 1 in Deutschland“
Die Verbände der Holz- und Möbelindustrie (VHK) fordern von der Politik Verlässlichkeit und einen positiven Blick nach vorne. Beim traditionellen VHK-Sommerfest in Herford adressierten sie dies direkt an Thorsten Schick, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Düsseldorfer Landtag. Er sprach bei der Veranstaltung und betonte die Bedeutung der Möbelindustrie für das bevölkerungsreichste Bundesland: „Nordrhein-Westfalen ist Möbelstandort Nummer 1 in Deutschland – und darauf können wir stolz sein.“ Die Branche stehe für familiengeführte Unternehmen, die traditionelles Handwerk mit modernster Technologie verbinden und Tausenden von Familien in der Region ein sicheres Einkommen geben. „Wer über Industriepolitik in NRW spricht, der muss über die Möbelindustrie sprechen – sie ist ein Herzstück unserer wirtschaftlichen Stärke“, sagte Schick als Hauptredner der Veranstaltung.
Die Möbelbranche erwarte von der Politik in erster Linie, Verlässlichkeit herzustellen und einen positiven Blick nach vorne zu richten, sagte Andreas Wagner, Vorsitzender des Verbandes der Holzindustrie und Kunststoffverarbeitung Westfalen-Lippe (VHK) sowie des Serienmöbelverbandes, in einer anschließenden Diskussionsrunde. Für eine Entlastung der Verbraucherinnen und Verbraucher machte sich Nina Stoll, Präsidentin des Handelsverbands Möbel und Küchen (BVDM), stark. In Deutschland brauche es dringend einen Stimmungsumschwung hin zu mehr Optimismus.
Zum vielfach geforderten Bürokratieabbau stellte der CDU-Fraktionsvorsitzende in seiner Rede fest: „Wir reden nicht nur über Entlastung, wir handeln.“ Laut dem in den Landtag eingebrachten Gesetzentwurf zum Berichts- und Dokumentationspflichtenaussetzungsgesetz NRW werden grundsätzlich alle landesrechtlich angeordneten Berichts- und Dokumentationspflichten für Unternehmen ab dem 1. Januar 2027 aufgehoben, sofern die zuständigen Ministerien deren Fortbestand nicht ausdrücklich begründen. „Diese Beweislastumkehr ist ein echter Systemwechsel und bundesweit einmalig. Gerade mittelständische Möbelhersteller, die bisher einen überproportionalen Teil der Bürokratielast schultern, gewinnen dadurch Zeit und Ressourcen zurück – für Innovation, für Produktion, für ihre Kundinnen und Kunden. Weniger Papierkram bedeutet mehr Energie für das, was diese Branche ausmacht: hervorragende Produkte", so Schick.