Vifa-Expo
Rasanter Messeauftakt in Ho-Chi-Minh-City

Fotos: Merkel

Am heutigen Mittwochmorgen um 10 Uhr öffnete die Vietnam international Furniture & Home Accessories Fair (Vifa-Expo) als erste asiatische März-Möbelmesse ihre Pforten. Es war ein mehr als rasanter Messeauftakt. Bis zur Mittagszeit wurden bereits 3.200 Besucher gezählt, darunter viele Europäer und noch mehr Amerikaner. So stark war der Besucherandrang zu Messebeginn noch nie.

Dass Vietnam und damit auch die Vifa-Expo für US-Einkäufer zunehmend attraktiver wird, ist in erster Linie dem amerikanischen Präsidenten zu verdanken. Die Androhung von Strafzöllen auf chinesische Möbel kommt vor allem der vietnamesischen Möbelindustrie zugute. Vietnam ist für viele Amerikaner die erste Alternative, wenn es um Möbel aus Asien geht. Entsprechend reagiert haben auch schon diverse US-Hersteller, die in China produzieren. So hat beispielsweise Ashley einen Großteil seiner chinesischen Polstermöbelproduktion von China nach Vietnam verlagert.

Die aktuelle Vifa-Expo präsentiert sich größer denn je. Wurden zur Messepremiere im Jahr 2008 gerade einmal rund 10.000 qm im Saigon Exhibition & Convention Center (SECC) belegt, wuchs die Messe zwischenzeitlich auf 35.000 qm an, die derzeit von rund 500 Ausstellern bespielt werden – allerdings ist das Platzproblem die größte Herausforderung für die Messe-Organisatoren. Im SECC stehen nach wie vor nur rund 10.000 qm zu Verfügung, die auf den letzten Quadratmeter ausgereizt werden. Wer dort als Aussteller nicht unterkommt, muss sich mit einer Standfläche in der neben dem eigentlichen Messekomplex errichteten „Zeltstadt“ zufrieden geben.

Gezeigt werden sehr viele Massivholzmöbel – zum Teil aus recycelten Hölzern gefertigt. Ebenfalls stark vertreten sind Outdoormöbel. Was auffällt, ist die Vielzahl von Polstermöbeln – eine Produktgruppe, die noch vor wenigen Jahren bestenfalls als Nischen-Angebot vertreten war.


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