Villeroy & Boch
Stabile Entwicklung im Geschäftsjahr 2025
Mettlach. Der Villeroy & Boch Konzern hat seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2025 akquisitionsbedingt um 1,8% auf 1,45 Mrd. Euro gesteigert. Das Unternehmen erzielte mit einem operativen EBIT von 97,8 Mio. Euro ein stabiles Ergebnis.
Der Unternehmensbereich Bad & Wellness steigerte seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2025 akquisitionsbedingt um 2,3% auf 1,12 Mrd Euro und übertraf damit trotz angespannter Lage im Bausektor leicht das Vorjahresniveau. Währungsbereinigt betrug der Umsatzanstieg 3,4%. Dabei entwickelte sich die Region Europa, Mittlerer Osten, Afrika laut dem Unternehmen positiv, während Asien Pazifik und Americas einen Rückgang verzeichneten. Die stärksten Umsatzzuwächse erzielten Armaturen und Duschsysteme sowie Sanitärkeramik. Der Unternehmensbereich Bad & Wellness schloss mit einem operativen Gewinn (EBIT) von 65,2 Mio. Euro ab und lag damit auf Vorjahresniveau.
Der Unternehmensbereich Dining & Lifestyle behauptete sich im Geschäftsjahr 2025 trotz allgemeiner Konsumzurückhaltung mit einem Umsatz von 319,8 Mio. Euro und verzeichnete damit einem Umsatzanstieg von 1% (ohne Lizenzerlöse). Besonders das starke vierte Quartal sowie erfolgreiche Neulancierungen trugen laut Villeroy & Boch zum Ergebnis bei. Regional entwickelten sich die Regionen Asien Pazifik und Americas positiv, während die Region Europa, Mittlerer Osten, Afrika einen leichten Rückgang verzeichnete. Bei den Vertriebskanälen ragten die stationären Handelspartner mit einem Wachstum von 9,4% heraus. Der Unternehmensbereich Dining & Lifestyle schloss das Geschäftsjahr 2025 mit einem operativen Gewinn (EBIT) von 32,6 Mio. Euro erfolgreich ab und lag damit trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds über dem Vorjahr.
Mit Blick auf die derzeitige wirtschaftliche Lage und insbesondere unter Berücksichtigung geopolitischer Spannungen wie dem aktuellen Konflikt in der Golf-Region erwartet Villeroy & Boch im Geschäftsjahr 2026 einen Konzernumsatz im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich unter Vorjahr, sowie ein operatives EBIT von 75 bis 85 Mio. Euro. Wegen der Veräußerung des nordeuropäischen Geschäfts der Marken Gustavsberg und Vatette zum 1. Oktober 2025 wird der Nettoumsatz wie das operative EBIT laut dem Unternehmen in den ersten drei Quartalen 2026 im Rahmen dieser Prognose stärker unter dem Vorjahr liegen. Das Geschäftsjahr werde weiterhin von Integrationsaufwendungen und der Anpassung des Produktionsnetzwerks beeinflusst sein. Der Konzern plant, im laufenden Geschäftsjahr bis zu 50 Mio. Euro zu investieren, vor allem in den weiteren strategischen Ausbau der beiden Unternehmensbereiche sowie die Einführung der Unternehmenssoftware SAP S/4HANA.