Westwing
Starkes Wachstum im zweiten Quartal

Dr. Andreas Hoerning, CEO von Westwing. Foto: Westwing

München. Westwing hat im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von 113 Mio. Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Wachstum von 14% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Bruttowarenvolumen (GMV) stieg im Jahresvergleich um 15% auf 127 Mio. Euro an.

Der Umsatz im DACH-Segment wuchs im Jahresvergleich um 10%, während das internationale Segment ein Wachstum von 19% erzielte. Auch die Zahl der aktiven Kunden stieg laut Westwing im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an.

Das GMV in der DACH-Region wuchs im Jahresvergleich um 9%, während das internationale Segment ein Wachstum von 22% erzielte. Die Westwing Collection setzte ihre positive Entwicklung fort und verzeichnete einen Anstieg des GMV um 11% im Jahresvergleich. Die erfolgreiche Aufnahme von neuen Designermarken in den vergangenen Quartalen trug laut eigener Aussage ebenfalls zum Wachstum bei und führte zu einem Anstieg des GMV mit Drittmarken um 23%. Wie bereits im Vorquartal wurde die Umsatzentwicklung von der Expansion in neue Länder und von stärkeren wiederkehrenden Sales-Events geprägt.

Das bereinigte EBITDA belief sich im zweiten Quartal 2026 auf 5,4 Mio. Euro (2025: 6,2 Mio. Euro), was einer Marge von 4,8% entspricht. Das bereinigte EBITDA wurde durch Druck auf die Deckungsbeitragsmarge sowie negative Einmaleffekte im Zusammenhang mit der Einführung von Software-as-a-Service basierten Auftragsmanagement- und Lagerverwaltungssystemen beeinflusst, so Westwing. Ersteres beinhaltet erwartungsgemäß makroökonomisch bedingte Effekte, vor allem steigende Transportkosten infolge höherer Kraftstoffpreise und eine Veränderung der Nachfragestruktur.

Der Free Cashflow belief sich auf -9,4 Mio. Euro (2025: -4,5 Mio. Euro) und umfasste einen Mittelabfluss in Höhe von 9,5 Mio. Euro für die Abwicklung von Aktienoptionsprogrammen. Das Nettoumlaufvermögen blieb mit -5,5 Mio. Euro negativ, was eine Verbesserung um 11 Mio. Euro gegenüber dem Ende des zweiten Quartals 2025 darstellt. Haupttreiber waren laut Westwing die positive Entwicklung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr sowie ein effizienteres Bestandsmanagement.

Die Netto-Cash-Position von Westwing belief sich zum Quartalsende auf 68 Mio. Euro. Dies sind 18 Mio. Euro mehr als zum Ende des zweiten Quartals 2025 und 16 Mio. Euro weniger als zum Ende des ersten Quartals 2026.

Dr. Andreas Hoerning, CEO von Westwing, sagt: „Wir sind mit unserem starken Umsatzwachstum in einem weiterhin herausfordernden Umfeld sehr zufrieden. Wie erwartet wurde unsere Profitabilität durch den Margendruck infolge der makroökonomischen Lage sowie durch einmalige Kosten im Zusammenhang mit einer umfassenden Software-Migration belastet. Trotz allem erweist sich unser Geschäft als äußerst widerstandsfähig, und wir setzen unsere Initiativen zur Wertsteigerung weiterhin konsequent und planmäßig um.“


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