Zünd/J. Meissl – Produkte & Konzepte
Die Arbeit erleichtert

Der Zünd Cutter „G3 3XL-3200“ schneidet auch dicke Materialien ohne Einbußen bei Qualität oder Geschwindigkeit. Fotos: Zünd

Die österreichische J. Meissl zählt zu den führenden Adressen, wenn es um innovative Sonnen- und Wetterschutzsysteme geht. Für den Zuschnitt der vielfältigen Bespannungsgewebe setzt das Familien­­­unter­nehmen auf Schneidtechnologie des Schweizer Herstellers Zünd. Der Zünd Cutter hat den Zuschnitt automatisiert und die Produktionszeiten deutlich reduziert.

In Pfarrwerfen produziert das Familienunternehmen Meissl seit über 40 Jahren Sonnenschutzlösungen. Verkaufs- und Exportschlager waren in den 90er-Jahren die sogenannten Schirmbars. Meissl-Schirme kommen mittlerweile auf der ganzen Welt zum Einsatz und können auch mal eine Spannfläche von 200 qm und einen Durchmesser von 16 m haben. Meissl ist mittlerweile gefragter Spezialist, wenn es um maßgeschneiderte textile Outdoor-Spezialanfertigungen für Gas­tronomie und Hotellerie geht. Jede Schirmlösung, die die Produktion verlässt, ist ein Unikat.

Wertschöpfung in der Region

Geleitet wird das Unternehmen in zweiter Generation von Hermine Meissl: „Wir haben Kundschaft in 30 verschiedenen Ländern rund um den Globus“, führt sie aus und betont, dass die Wertschöpfung zu 100 Prozent in der Region bleibe. Vom Schirmgerüst bis hin zur Bespannung, jeder Schirm wird vollständig in der Gemeinde im Salzburger Land hergestellt. Die lokale Verwurzelung in Kombination mit enormem technischen Know-how, einer sprichwörtlichen Flexibilität und einem außerordentlichen Individualisierungsgrad sind denn auch die wichtigsten Zutaten für das Erfolgsrezept. Was 1976 mit Hermine Meissls Vater Johann als Schlosserei begann, ist heute eine top­moderne Schirmfabrik mit 45 Angestellten und einem Exportanteil, der mittlerweile bei über 50 Prozent liegt.

Produktion modernisiert

2017 wurden rund zwei Millionen Euro in die Modernisierung und Optimierung investiert. Die Produktionsfläche wurde erweitert und in neuste Produktionstechnik investiert, unter anderem in einen hochmodernen Einzellagencutter „G3 3XL-2500“ von Zünd für den automatisierten Zuschnitt der Gewebe für die Schirmbespannungen. Mit einer Arbeitsfläche von 3,2m Breite mal 2,5 m in der Tiefe und einer automatischen Abrolleinheit kann Meissl nun auch drei Meter breite Materialrollen problemlos und effizient auf den Tisch aufziehen und verarbeiten. Dadurch konnte das Unternehmen die Bandbreite an Materialien deutlich vergrößern. Zudem hat die Möglichkeit, große Rollenbreiten verarbeiten zu können, den Nebeneffekt, dass weniger Quernähte gesetzt werden müssen.
Eine große Erleichterung in Sachen Rollenhandling ist die automatische Abrolleinheit. Die Gewebe werden von den Herstellern in den unterschiedlichsten Rollenbreiten angeliefert, sind mit ihrem hohen Gewicht schlecht zu handhaben und werden täglich mehrmals gewechselt. Die Abrolleinheit vereinfacht das Rollenhandling enorm.

Viele Materialien, ein Cutter

Die Möglichkeit, größere Rollenbreiten verwenden zu können, war ein wichtiges Kriterium in einem längeren Evaluationsprozess. In dessen Verlauf unterschiedlichste Materialien getestet wurden. So verschieden und individuell wie die Schirmsysteme sind die Stoffe, die für deren Herstellung zum Einsatz kommen. Die hochwertigen technischen Gewebe sind entweder aus Acrylfaser oder vermehrt auch Poly­esterfaser. Das führt dazu, dass auch regelmäßig neue Materialien auf ihre Einsatzmöglichkeiten getestet werden müssen. Viele Gewebe sind ein- oder beidseitig beschichtet oder gummiert. Sie sind dadurch steifer, fester und anspruchsvoller im Zuschnitt.
„Wir bringen die unterschiedlichen Gewebe absolut verzugsfrei auf den Zünd Cutter auf. Die Präzisions-Schneidwerkzeuge von Zünd gewährleisten eine konstant hohe Schnittqualität ohne Wulstbildung. Wir können auf dem Zünd Cutter problemlos auch dicke Materialien ohne Einbußen bei der Qualität und der Geschwindigkeit zuschneiden“, sagt Manfred Deisl, Leiter Planung und Konstruktion. Im Zuge neuer Bestimmungen in Lärm- und Schallschutz werden Vliese in die Gewebe eingearbeitet. Diese sind teilweise so dick, dass sie bis dahin aufwendig von Hand zugeschnitten werden mussten. Entsprechend hoch ist die Zeitersparnis heute. „Der neue Zünd Cutter erleichtert unsere Arbeit enorm“, so Deisl: „Auch das Bedienpersonal war von Beginn an begeistert von der neuen Zuschnittlösung und ihren Möglichkeiten.“ leo

Galerie


zum Seitenanfang

zurück